Windpark Cavertitz

Wir sorgen für noch mehr gute Energie in Nordsachsen. Mit den geplanten Anlagen produzieren wir Strom für Haushalte und Industrie: zuverlässig, sauber, sicher.
Das Vorhaben

Klima schützen, unabhängig machen, die Region stärken

Unser Ziel ist es, klimafreundlichen Strom zu erzeugen, uns so unabhängiger von fossilen Rohstoffimporten zu machen und gleichzeitig die lokale Wertschöpfung zu stärken. Die Region ist geprägt von industrieller Produktion. Um die lokalen Betriebe zu stärken, braucht es eine sichere und günstige Stromerzeugung.  Hierzu planen wir die Errichtung und den Betrieb von Windenergie-Anlagen des modernsten Typs der Sieben-Megawatt-Klasse. Die Anlagenstandorte werden so gewählt, dass zu den umliegenden Wohnsiedlungen ein Mindestabstand von 1.000 Metern eingehalten werden kann. Alle gesetzlichen Grenzwerte wie zum Beispiel Schallimmissionen und Schattenwurf werden eingehalten. Zur Reduzierung des nächtlichen Blinkens werden die Anlagen mit einer bedarfsgesteuerten Nachtkennzeichnung ausgestattet. Der Windpark blinkt nachts dann nur noch bei Annäherung eines Luftfahrzeugs.
 

Der Standort

Offenland

Wir sehen in der Region ein großes Potenzial zur Energiegewinnung aus erneuerbaren Energien. Der aktuelle Regionalplanentwurf weist eine Fläche von etwa 17 Hektar in der Gemeinde Cavertitz, zwischen den Ortschaften Treptitz, Klingenhain, Schirmenitz und Außig aus. Hier planen wir aktuell vier Windenergie-Anlagen auf landwirtschaftlich genutzten Flächen. Diese sollen über neu angelegte Wege an das bestehende Wegenetz angebunden werden. Nördlich des Projektgebiets befindet sich das Flora-Fauna-Habitat-Gebiet „Dahle und Tauschke“. Dieses Schutzgebiet ist Teil des europäischen Natura-2000-Netzwerks und dient dem Erhalt natürlicher Lebensräume sowie wildlebender Tier- und Pflanzenarten, die von gemeinschaftlicher Bedeutung sind. Im Jahr 2025 werden Untersuchungen zum Artenschutz durchgeführt, um mögliche Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt im Umfeld des Projekts zu analysieren und bei der Planung zu berücksichtigen.

Wind
4
Windenergie-Anlagen

Geplant sind vier Windenergie-Anlagen

Elektrizität
28 MW
Gesamtleistung

Der geplante Windpark hat eine Gesamtleistung von 28 Megawatt

Grüne Energie
25.000
Haushalte

Die Anlagen produzieren jährlich Strom für rund 25.000 Haushalte

CO2
55.000t
CO2-Einsparung

Pro Jahr werden mehr als 55.000 Tonnen CO2 vermieden

Gute Gründe

Frischer Wind für die Region und ihre Bürgerinnen und Bürger

Es gibt viele gute Gründe für den Ausbau der Windenergie: Sie ist die wichtigste Energiequelle im deutschen Strommix und gemeinsam mit der Photovoltaik die kostengünstigste Form der Stromgewinnung. Auf dem Weg in die Klimaneutralität des Wirtschaftsstandorts Deutschland ist sie unverzichtbar. Zudem generiert sie für die Standortkommunen verlässliche Einnahmen für ihre Bürgerinnen und Bürger.

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Verlässliche Einnahmen

Das Erneuerbare-Energien-Ertragsbeteiligungsgesetz Sachsen ermöglicht den Standortgemeinden gemäß ihres Flächenanteils im Umkreis von 2,5 Kilometern um jedes Windrad Einnahmen von 0,3 Cent je produzierter Kilowattstunde über die 20 Jahre lange Gesamtdauer der EEG-Vergütung. Die Einnahmen bleiben vor Ort und können für Investitionen in lokale Infrastrukturprojekte genutzt werden.

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Effektiver Klimaschutz

Je nach Standort produzieren Windenergie-Anlagen bereits nach drei bis sieben Monaten mehr Strom als für ihre Herstellung benötigt wurde. Während ihrer Laufzeit von 20 Jahren erzeugen sie gut 40- bis 70-mal so viel Energie, wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung eingesetzt wird. Damit sind sie ein wichtiger Baustein zum Klimaschutz und bei der Dekarbonisierung der Wirtschaft.

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Hervorragende CO2-Bilanz

Die CO2-Bilanz von Windrädern mehr als positiv. Mit etwa 0,6 Hektar dauerhaft beanspruchter Fläche benötigen sie nicht nur sehr wenig Platz, eine moderne Windenergie-Anlage spart auch mehr als 700-mal so viel CO2 ein, als Wald auf der gleichen Fläche binden kann. Die in Anspruch genommene Fläche wird zudem an anderer Stelle kompensiert.

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Geregelter Rückbau

Der spätere Rückbau der Anlagen ist bereits in der Genehmigung geregelt. Dazu wird eine behördlich festgesetzte Rückbausumme hinterlegt. Das garantiert den Rückbau auch im Falle einer Betreiberinsolvenz. Zudem lassen sich Windenergie-Anlagen nahezu komplett recyclen. Stahl, Beton und Metalle werden den etablierten Recycling-Kreisläufen zugeführt. Die Verbundstoffe der Rotorblätter dienen unter anderem der Zementindustrie als Zuschlagsstoff.

Über den Tellerrand

Berichte aus den Gemeinden

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Gemeinschaftsstrom für alle
Die Dardesheim Story: Windpark Druiberg, Sachsen-Anhalt
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Dassow geht neue Wege
Windpark Schönberg, Mecklenburg-Vorpommern
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Gegen den Wind
Der Windpark Fuchstal, Bayern
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Zukunftswind
Sulz am Neckar und Dornhan legen los, Baden-Württemberg
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Windkraft im Konsens
Der Windpark Wilstedt Süd, Niedersachsen
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Ohne die Einnahmen aus der Windenergie wäre unsere Gemeinde längst bankrott. Dank dieser Gelder konnten wir nicht nur finanziell überleben, sondern auch erheblich in die lokale Infrastruktur investieren. Wir haben Kindergärten saniert, unser technisches Museum erneuert und die Dorfplätze verschönert. Wir haben die niedrigsten Kindergartengebühren in der Region. Die gute Haushaltslage durch die Einnahmen aus dem Windpark machte es uns möglich die Gewerbesteuer zu senken, was neue Firmen angezogen und unsere Gewerbeeinnahmen verdreifacht hat.

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Thomas Schurig
Bürgermeister von Dorfchemnitz
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Die Nutzung erneuerbarer Energien ist aus meiner Sicht alternativlos. Alternativlos weil der Klimawandel, hervorgerufen durch CO2 Emissionen, schneller voranschreitet als berechnet. Damit explodieren die Ausgaben für die Beseitigung der Folgeschäden. Je schneller eine Dekarbonisierung erreicht wird, je weniger werden nachfolgende Generationen belastet. Ohne überbordende Bürokratie und Bedenkenträgermentalität könnte Deutschland schon viel weiter sein. Im weltweiten Maßstab hat Deutschland trotzdem einen Spitzenplatz. Den gilt es zügig auszubauen.

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Michael Weichert
Vorsitzender des Freundes- und Fördervereins des ZOO Leipzig e.V.
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Grüner Strom ist für die Wettbewerbsfähigkeit unserer Papierfabrik in Trebsen von zentraler Bedeutung. Es wäre wichtig, dass er aus der Region zu uns kommt.

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Maik Nürnberger
Mitglied der Geschäftsleitung und Werkleiter der Julius Schulte Trebsen GmbH & Co. KG
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Windenergie ist keine abgehobene grüne Idee aus der Berliner Politik, sondern eine Technologie, die es seit den 70er Jahren gibt, die funktioniert und die ökologisch sinnvoll ist.

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Matthias Lohs
Elektriker aus Chemnitz-Altenhain
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Die Gemeinde Leisnig profitiert finanziell von den Einnahmen aus den Windrädern. Das ermöglicht uns aktuell und zukünftig, das Freibad, die energetische Sanierung von Turnhallen sowie die Sanierung unseres Sportzentrums finanziell abzusichern.

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Carsten Graf
Bürgermeister von Leisnig
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Wir setzen seit 2009 in unserem Kulturhof auf erneuerbare Energien: seit 2009 mit Blockheizkraftwerken, seit 2021 ergänzend mit Photovoltaik und seit 2024 mit Wärmepumpen und „grünem“ Netzstrom. Neben der Nachhaltigkeit war die Wirtschaftlichkeit dabei stets ein notwendiges wesentliches Entscheidungskriterium. Für uns gibt es keine sinnvollere Alternative als den Ausbau von erprobten Technologien in Erneuerbare Energien.

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Michael Plättner
Geschäftsführer Neue Musik Leipzig
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Die Möglichkeit einer Beteiligung erstmals an einem Windenergieprojekt ist für die Energiegenossenschaft, sowie für unsere Mitglieder, eine großartige Möglichkeit und besondere Ergänzung zu unseren bisherigen zahlreichen Solarprojekten.

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Martin Moos
Vorstand der Energiegenossenschaft Chemnitz - Zwickau eG
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Sachsen ist schon immer geprägt von öffentlich sichtbarer Ingenieurskunst und Industriekultur. Wenn wir aber nicht zum Freilichtmuseum werden, sondern auch in Zukunft ein attraktiver Wirtschaftsstandort bleiben wollen, dann gehört dazu natürlich der weitere und beschleunigte Ausbau der erneuerbaren Energien! Selbstverständlich sollen umliegende Kommunen davon durch

Gewinnbeteiligungen und günstigere Strompreise profitieren.

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Konstantin Scheffler
Familienvater aus Chemnitz
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Ich unterstütze als Fürsprecher das Projekt Bürgerwindrad Chemnitz-Altenhain. Es ist eine hervorragende Gelegenheit, gleichzeitig unsere Umwelt zu schützen,die Klimaziele zur erreichen und unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und Energieimporten aus autoritär regierten Ländern zu reduzieren. Windenergie ist eine saubere und nachhaltige Energiequelle. Über eine Bürgerbeteiligung kann neben der Wirtschaft auch die lokale Bevölkerung von finanziellen Vorteilen des Projekts profitieren. Das Bürgerwindrad wird nicht nur saubere Energie liefern, sondern auch Arbeitsplätze schaffen und die Gemeinde wirtschaftlich stärken. Ich freue mich darauf und hoffe, dass es bald umgesetzt werden kann.

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Dr. med. Daniel Steinbach
Arzt aus Chemnitz
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Ich bin für Erneuerbare Energien und Grünen Strom, weil das Festhalten an fossilen Energieträgern infolge der Klimaveränderungen den Wohlstand weltweit aber auch in Deutschland gefährdet.

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Axel Dyck
Sachverständiger für Geotechnik aus Leipzig
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Ich habe mit anderen eine Bürgerenergiegenossenschaft in Mittelsachsen gegründet, weil der Ausbau erneuerbarer Energien entscheidend ist. Dabei ist wichtig, dass die Menschen vor Ort aktiv an der Energiewende teilhaben und profitieren. Die Beteiligung über eine Bürgerenergiegenossenschaft bietet die Chance, praktischen Klimaschutz zu einem sozialen Projekt zu machen. Dafür setze ich mich ein.

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Kristina Wittig
Gründerin und Vorständin der Energiegenossenschaft „WirMachenEnergie eG“ aus Rossau
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Die Menschen im Erzgebirge sind fischelant und haben schon immer intelligente Lösungen gefunden. Bereits im Mittelalter setzten sie Windmühlen ein, um mechanische Arbeiten zu erleichtern und die wirtschaftliche Entwicklung in unserer Region voranzutreiben. Heute tragen moderne Windkraftanlagen zur nachhaltigen Energiegewinnung bei und sichern eine umweltfreundliche Zukunft. Denn der Wind ist schon immer unsere Zukunft gewesen.

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Markus H. Michalow
Anwohner aus Kleinolbersdorf-Altenhain
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Erneuerbare Energien sind aus wissenschaftlicher, gesellschaftlicher und ökonomischer Sicht die Zukunft. Eine Zukunft, die heute bereits teilweise in Form von grünem Strom Realität ist. Dabei wird uns das virtuose Zusammenspiel aus Windenergie, Photovoltaik und Batteriespeicherung vollständig unabhängig von fossilen Energieträgern machen. Je schneller, desto besser für Umwelt, Klima und uns Bürger.

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Karsten Haustein
Meteorologe und Klimawissenschaftler der Universität Leipzig
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Es ist ganz einfach wirtschaftlich sinnvoll, in die in Deutschland kontrollierte und

vom Ausland unabhängige Erzeugung von Strom zu investieren, anstatt langfristig in der Abhängigkeit von unzuverlässigen Lieferanten zu bleiben.

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Gregor Fuchshuber
Architekt aus Leipzig
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Erneuerbare Energien sind aus meiner Sicht und aus mehreren Gründen wichtig: sie tragen zum Klimaschutz bei, indem sie die Emission von Treibhausgasen wesentlich senken und somit den Klimawandel spürbar reduzieren. Ich möchte auf diesem Wege meinen Kindern und Enkelkindern und den nachfolgenden Generationen eine lebenswerte Zukunft mit gesunder und sauberer Luft und erträglichen Temperaturen sichern.

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Berndt Bauer
Film- und Fernsehwirtschaftler/Projektmanager für Designprojekte
Zeitplan

Die wichtigsten Meilensteine

2025/ 2026
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Naturschutzfachliche Gutachten

Zu Beginn der Projektentwicklung werden die genehmigungsrelevanten Gutachten zu Fauna, Umwelt, Schall, Schatten und weiteren relevanten Aspekte in Auftrag gegeben. Zur avifaunistischen Untersuchung der Standorte zählen unter anderem die Brutvogelerfassungen unter Berücksichtigung bedeutsamer Brutvogelarten, Horstkartierungen, die Erfassung von Groß- und Rastvögeln sowie Zugvögeln und Kranichen. Ein Umweltgutachter erfasste die Arten vor Ort sowie die Zugvögel zu allen Jahreszeiten.

Winter
2027
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Einreichung Genehmigungsantrag

Windenergie-Anlagen müssen nach dem Bundesimmissionschutzgesetz (BImSchG) genehmigt werden. Nach Abschluss der Standortplanung wird der Genehmigungsantrag eingereicht. Geprüft wird er von allen relevanten Behörden zum Beispiel hinsichtlich Immissionsschutz, Natur- und Artenschutz, Bauordnungs- und Bauplanungsrecht. Das immissionsschutzrechtliche Genehmigungsverfahren dauert in der Regel bis zu 24 Monate.

Sommer
2029
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Genehmigungserhalt

Geplant ist der Erhalt der Genehmigung im Sommer 2029.

Herbst
2030
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Teilnahme an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur

Zur wettbewerblichen Ermittlung des Einspeisetarifs schreibt die Bundesnetzagentur mehrmals im Jahr bestimmte Zubaumengen aus, auf die sich Vorhabenträger mit ihren bereits genehmigten Projekten bewerben können.

Sommer
2031
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Bauvorbereitende Maßnahmen

Damit der Großkran sowie die Komponenten die die Baustelle erreichen können müssen die Wege entsprechend ertüchtigt werden. Um die Eingriffe so gering wie nötig zu halten, wird wo immer möglich auf das bestehende Wegenetz zurückgegriffen. Damit der Strom des Windparks nach Bau und Inbetriebnahme abtransportiert werden kann, werden die Windenergie-Anlagen untereinander verkabelt und dann das Anschlusskabel zum nächtsgelegenen Einspeisepunkt verlegt.

2031
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Fundamentbau

Zunächst steht der Bau der Fundamente an. Diese sind in der Regel etwa 20 Meter im Durchmesser und bis 3,5 Meter tief und bestehen aus einem Ankerkorb aus Stahl, der dann mit Beton aufgefüllt wird.

2032
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Turmbau

Sind die Fundamente ausgehärtet folgt der Turmbau. Die Türme bestehen entweder ganzheitlich aus mehreren Stahlsegmenten oder aus einem Stahlbetonturm, auf den ab etwa 80 Meter Höhe die Stahlschübe gesetzt werden. 

2032
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Zug der Großkomponenten

Steht der Turm, folgt der Zug von Maschinenhaus, Rotornabe und den Rotorblättern. 

Winter
2032
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Inbetriebnahme

Nach Abschluss aller Bauarbeiten können die Anlagen in Betrieb gehen. Die Inbetriebnahmephase geht über mehrere Tage. dabei durchlaufen die Anlagen alle Leistungsbereiche.

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2025/ 2026
Naturschutzfachliche Gutachten
Winter 2027
Einreichung Genehmigungsantrag
Sommer 2029
Genehmigungserhalt
Herbst 2030
Teilnahme an der Ausschreibung der Bundesnetzagentur
Sommer 2031
Bauvorbereitende Maßnahmen
2031
Fundamentbau
2032
Turmbau
2032
Zug der Großkomponenten
Winter 2032
Inbetriebnahme
Veröffentlichungen

Zum Nachlesen

Hier erhalten Sie einen Überblick von allen JUWI veröffentlichten Bürgerbriefe, Pressemitteilungen und Präsentationen zum Projekt Cavertitz.

Bürgerbriefe
Pressemitteilungen
Präsentationen
Bürgerbrief 1/2025
Antworten

Gut zu wissen

Wie lassen sich Windenergie und Naturschutz vereinbaren?

Zu jedem Genehmigungsverfahren gehören umfangreiche Artenschutzuntersuchungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen. Dabei wird in Absprache mit den Naturschutzbehörden und des Bundesnaturschutzgesetzes untersucht, welche windkraftsensiblen Arten wie zum Beispiel Schwarz- oder Weißstorch, Rotmilan oder Mäusebussard in einem Gebiet von bis zu fünf Kilometer um den geplanten Windpark leben. Die Genehmigung einer Anlage hängt wesentlich vom Ergebnis dieser Untersuchungen ab. Die Behörde kann auch Auflagen verhängen und verlangen, dass die Anlage während hochfrequentierter Flugzeiten der Fledermäuse oder Brutzeiten und Aufzuchtzeiten von Greifvögeln abgeschaltet wird.

Für Eingriffe in die Natur und das Landschaftsbild erfolgen Ausgleichsmaßnahmen. So können zum Beispiel Aufforstungen und ökologischer Waldumbau, Schaffung von Nahrungshabitaten für geschützte Vögel, Brutkästen für Fledermäuse geschaffen werden.

Wie werden die Bürgerinnen und Bürger vor Ort beteiligt?

Im Rahmen des öffentlichen Genehmigungsverfahrens werden Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Etwaige Anmerkungen werden in einem öffentlichen Erörterungstermin, den die zuständige Genehmigungsbehörde festsetzt, aufgegriffen und diskutiert. 

Finanziell werden die Bürgerinnen und Bürger indirekt über die Kommunalabgabe in Höhe von 0,3, Cent je produzierter Kilowattstunde und Betriebsjahr über die 20 Jahre währende EEG-Vergütungsdauer beteiligt. Diese geht an alle Gemeinden, die gemäß ihres Flächenanteils in einem 2,5 Kilometer Radius um die Anlagenstandpunkte liegen. Der Vorteil: Dieses Geld bleibt in den Kommunen und kann vor Ort investiert werden.

Wie groß ist der Flächenverbrauch eines Windrads?

Eine Windenergieanlage (Beispiel: Vestas V162) benötigt dauerhaft eine Fläche von ca. 0,6 Hektar. Das entspricht 85 Prozent der Fläche eines Fußballplatzes. Rund zwei Drittel der genutzten Fläche wird nach Ende der Bauarbeiten durch Pflanzung und Pflege wieder aufgeforstet. Die Fundamentfläche beträgt im Durchmesser rund 20 Meter, die Tiefe zwischen zwei und vier Metern.

Schon bei der Planung wird das bestehende Wegenetz berücksichtigt, um den Eingriff möglichst minimal zu halten. Gibt es Wege, müssen diese gegebenenfalls noch verbreitet und geschottert werden. Qualifizierte und mit der Naturschutzbehörde abgestimmte Ausgleichsmaßnahmen sorgen dafür, dass Flora und Fauna geschützt werden.

Haben Windenergie-Anlagen Auswirkungen auf den Wasserhaushalt?

Nein. Zudem beschränkt sich die versiegelte Fläche ausschließlich auf den Fundamentbereich. Dieser ist pro Anlage ungefähr 20 Meter im Durchmesser und zwischen drei und fünf Metern tief. Das Thema Grundwasserschutz ist zudem Gegenstand des Genehmigungsverfahrens und wird von der zuständigen Wasserschutzbehörde begutachtet. 

Wer wir sind

Über JUWI

Wir sind einer der führenden Spezialisten im Bereich der erneuerbaren Energien und bieten die komplette Projektentwicklung sowie weitere Dienstleistungen rund um den Bau und die Betriebsführung von Windparks und Solaranlagen an. Seit mehr als 30 Jahren planen und errichten wir Wind- und Solarparks im In- und Ausland. Weltweit beschäftigt JUWI rund 1.350 Mitarbeitende. Seit 2014 ist die Mannheimer MVV Energie AG Mehrheitseigentümer der JUWI-Gruppe. Bislang haben wir an rund 200 Standorten mehr als 1.300 Windenergie-Anlagen errichtet und mehr als 2.000 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 4.000 Megawatt.

Zertifizierter Servicepartner

Faire Windenergie

JUWI setzt bei seinen Planungen auf Transparenz und Beteiligung und achtet die Leitlinien für faire Windenergie gemäß der Thüringer Energie- und Greentech-Agentur ThEGA.

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Julia Baumert

Projektleiterin
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Thomas Hoch

Unternehmenskommunikation/ Pressesprecher