17.06.2019 / Windpark Am Sauberg

juwi reicht Antragsunterlagen für Windpark „Am Sauberg“ ein

Unternehmen plant auf Grundstücken des Staatsforsts den Bau von zwei Windenergieanlagen. Verfahren garantiert Öffentlichkeitsbeteiligung. Unternehmen gibt Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag. Hohe Standortgüte ermöglicht wirtschaftlichen Betrieb.

Nach intensiver und sorgfältiger Planung hat die juwi AG die Antragsunterlagen auf Errichtung und Betrieb zweier Windenenergieanlagen des Typs GE 5.3-158 mit 161 Meter Nabenhöhe auf dem Sauberg nahe Engelsbrand beim Landratsamt Enzkreis eingereicht. Die Eingangsbestätigung erhielt der im rheinlandpfälzischen Wörrstadt ansässige Projektentwickler für Wind- und Solarenergieanlagen in der vergangenen Woche. Das Genehmigungsverfahren nach dem Bundesimmissionsschutzgesetz erfolgt im so genannten förmlichen Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung. Wann und wo die Antragsunterlagen zur Einsicht ausgelegt werden, wird vom Landratsamt nach Prüfung der Unterlagen bekannt gegeben.

Der Antragseinreichung vorausgegangen waren eine öffentliche Vorantragskonferenz in Verbindung mit einem so genannten Scoping-Termin im Beisein der wichtigsten Träger öffentlicher Belange sowie die Erstellung zahlreicher Fachgutachten zu allen immissionsschutzrechtlich relevanten Themen. Hierzu zählen unter anderem Schall- und Schattenwurf, Eisabfall und Brandschutz, Untersuchungen zur Nährstoff- und Schwerspatmobilisierung und die Erstellung eines Landschaftspflegerischen Begleitplanes. Der anspruchsvolle Themenkomplex Natur- und Artenschutz, mit den Schwerpunkten Rotmilan- und Fledermausvorkommen, wurde ebenfalls umfassend von Fachgutachtern untersucht. Zudem befinden sich die beiden geplanten Windräder außerhalb des von der Landesanstalt für Umwelt Baden-Württemberg empfohlenen Mindestabstandes von 1.000 Metern um bekannte Rotmilanhorste.

Bereits vor Antragseinreichung hat sich juwi für das förmliche Verfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung entschieden und freiwillig die Erstellung einer Umweltverträglichkeitsprüfung in Auftrag gegeben.

Neben den immissionsschutzrechtlichen Voraussetzungen stimmen am Standort „Am Sauberg“ auch die Windverhältnisse. „Die Ergebnisse einer Windmessung im Bereich Sauberg zeigen, dass dort ein Windpark, wie auch an anderen Standorten in Baden-Württemberg, mit modernen Binnenlandanlagen wirtschaftlich betrieben werden kann“, sagt Projektleiter Markus Steinhöfer und verweist auf den kürzlich veröffentlichen neuen Windatlas, der am geplanten Standort eine ausreichend hohe Standortgüte mit entsprechenden Windgeschwindigkeiten ausweist.

juwi gehört seit Ende 2014 zum baden-württembergischen Energieversorger MVV Energie AG. Durch den Zusammenschluss entstand auf dem deutschen Energiemarkt die einmalige Kombination aus starkem Energieversorger mit energiewirtschaftlicher Kompetenz und international tätigem Projektentwickler und Betriebsführer für Wind- und Solarenergieprojekte. 

In Baden-Württemberg realisierte juwi zuletzt den Windpark Amtenhauser Berg, den das Unternehmen Anfang 2018 an den Betreiber „KommunalPartner“, einem Zusammenschluss von sechs baden-württembergischen Stadtwerken, übergab. Weitere Projekte des zertifizierten Projektentwicklers sind in Planung. Aktuell baut das Unternehmen im thüringischen Mohlis sein 1.000stes Windrad.


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