09.01.2020 / Windpark Beelitz

juwi und RECURA verständigen sich zu Windparkplanung

Projektentwickler hält Planungsgebiet um Klinikgelände der RECURA in Beelitz-Heilstätten dauerhaft frei und verzichtet auf den Bau von fünf genehmigten Windenergie-Anlagen.

Projektentwickler juwi und RECURA haben sich bezüglich der räumlichen Distanz des geplanten Windparks bei Beelitz einigen können. Der Windparkbauer sichert der RECURA zu, den Planungsraum um das Klinikgelände nicht weiter zu berücksichtigen. Im Ergebnis verzichtet juwi dadurch auf den Bau von fünf bereits genehmigten Windrädern. Beide Unternehmen unterzeichneten eine entsprechende Vereinbarung. Damit kommt der Bau des Windparks einen weiteren wichtigen Schritt voran.„Wir haben RECURA in allen Gesprächen als lösungsorientierten und vertrauensvollen Partner erlebt und ich freue mich, dass wir unter Berücksichtigung der lokalen Belange eine Einigung erzielt haben und wir nun der Realisierung des Projektes einen weiteren Schritt näher gekommen sind“, sagt Frank Elbers, Projektleiter bei juwi. „Ich denke, mit dem Ergebnis können juwi und die Kliniken zufrieden sein.“

Die juwi AG befindet sich derzeit in der Bauvorbereitung des seit langem genehmigten Windparks Beelitz südwestlich von Berlin. Nach der Einigung plant das Unternehmen nun den Bau von sieben Windenergie-Anlagen. Die Anlagenstandorte sind in einem intensiv forstwirtschaftlich genutzten Wirtschaftswald entlang der A9 geplant. Der nun anstehenden Umsetzung des Projektes vorausgegangen waren eine neun Jahre währende Planung sowie ein komplexes und umfangreiches Genehmigungsverfahren mit Öffentlichkeitsbeteiligung, in dem die Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit hatten, Stellungnahmen zum Projekt abzugeben. Die Erteilung der Genehmigung nach Bundes-Immissionsschutzgesetz (BImSchG) für zwölf Anlagen erfolgte im Jahr 2016; der erforderliche Vergütungszuschlag im Ausschreibungsverfahren der Bundesnetzagentur gemäß Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) im Oktober 2018. Der Widerspruch der Stadt Beelitz, wie auch alle anderen Widersprüche, gegen die Genehmigung, wurden vollumfänglich zurückgewiesen, sodass juwi im September 2018 der Sofortvollzugsbescheid ausgestellt wurde. 

Der geplante Windpark Beelitz umfasst damit sieben Windräder vom Typ N117 mit jeweils 2,4 Megawatt Nennleistung, einer Nabenhöhe von 141 Metern und einem Rotordurchmesser von 117 Metern. Wenn der Windpark Beelitz vollumfänglich mit seinen sieben genehmigten Anlagen errichtet wird, dann wird er jährlich über 57 Millionen Kilowattstunden umwelt- und klimafreundlichen Strom erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Bedarf von mehr als 18.300 Dreipersonen-Haushalten und ist damit ein wichtiger regionaler Beitrag zur umweltfreundlichen Energieversorgung der Region Potsdam-Mittelmark. „Erneuerbare Energien werden immer stärker zum Standortvorteil für die Produktion wichtiger Zukunftstechnologien“; erinnert Elbers und spielt damit auf die Bekanntgabe des US-Pioniers für Elektroautos Tesla an, der unweit des Windenergie-Standortes Beelitz künftig die Batterien für seine Fahrzeige produzieren möchte.


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