Windpark Junge Donau

Wir sorgen für noch mehr gute Energie in Tuttlingen. Mit den geplanten Anlagen produzieren wir Strom für 16.000 Haushalte in Ihrer Region: zuverlässig, sauber, sicher.
Das Vorhaben

Klima schützen, unabhängig machen, Wertschöpfung stärken

Unser Ziel ist es, klimafreundlichen Strom zu erzeugen, uns so unabhängiger von fossilen Rohstoffimporten zu machen und gleichzeitig die lokale Wertschöpfung zu stärken. Hierzu planen wir auf der im Flächennutzungsplan (FNP) ausgewiesenen Fläche „Reifenberg-Möhringer Berg“ der Gemeinden Immendingen, Geisingen und Bad Dürrheim und der auf der FNP-Fläche im Entwurf „Winterberg“ (Stadt Tuttlingen, Gemarkung Eßlingen) den Bau von fünf Windenergie-Anlagen. Die Vestas V150 haben je 4,2 Megawatt Leistung, einem Rotordurchmesser von 150 und eine Nabenhöhe von 166 Metern.

Der Standort

Zuwegung und Kabeltrasse

Die überregionale Erschließung des Standorts erfolgt über die A81 – Ausfahrt 38, Geisingen, im Anschluss über Bundes- Land- und Kreisstraßen. Die Windparkeinfahrt befindet sich nach Abfahrt von der K5921 zwischen Bachzimmern und Ippingen. Die Anlagenstandorte sind soweit möglich entlang der Waldwege geplant, um den Eingriff in Natur und Landschaft auf ein Mindestmaß zu reduzieren. 

Eingespeist wird der erzeugte Strom im Umspannwerk Tuttlingen, das von den Stadtwerken Tuttlingen und Netze BW betrieben wird. Der produzierte Strom wird auf der 20-kV Ebene über Erdkabel in das Versorgungsnetz des örtlichen Energieversorgungsunternehmens eingespeist. Der Netzverknüpfungspunkt wurde bereits zugewiesen und liegt am Umspannwerk in Tuttlingen.

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5
Windenergie-Anlagen

Geplant ist der Bau von fünf Windenergie-Anlagen der 4-Megawatt-Klasse

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21 MW
Gesamtleistung

Der Windpark hat eine Gesamtleistung von rund 21 Megawatt

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16.000
Haushalte

Die Anlagen produzieren jährlich sauberen Strom für mehr als 16.000 Haushalte

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37.500 t
CO2-Einsparung

Unter Berücksichtigung der Vorketten werden mehr als 37.500 Tonnen CO2 vermieden

Windradbau im Zeitraffer

Faszinierende Eindrücke von einer Baustelle im Forst

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Gute Gründe

Frischer Wind für die Region und die Bürger*innen

Es gibt viele gute Gründe für den Ausbau der Windenergie: Sie ist die wichtigste Energiequelle im deutschen Strommix und gemeinsam mit der Photovoltaik die kostengünstigste Form der Stromgewinnung. Auf dem Weg in die Klimaneutralität des Wirtschaftsstandorts Deutschland ist sie unverzichtbar. Zudem generiert sie für die Standortkommunen verlässliche Einnahmen für ihre Bürgerinnen und Bürger, für Waldbesitzer*innen planbare Pachteinnahmen für den notwendigen Waldumbau und für uns alle ist sie aktiver Klima- und Artenschutz.

Verlässliche Einnahmen

Das Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) ermöglicht den Standortgemeinden gemäß ihres Flächenanteils im Umkreis von 2,5 Kilometern um jedes Windrad Einnahmen von 0,2 Cent je produzierter Kilowattstunde über die 20 Jahre lange Gesamtdauer der EEG-Vergütung. Die Einnahmen bleiben vor Ort und können für Investitionen in lokale Infrastrukturprojekte genutzt werden.

Effektiver Klimaschutz

Je nach Standort produzieren Windenergie-Anlagen bereits nach drei bis sieben Monaten mehr Strom als für ihre Herstellung benötigt wurde. Während ihrer Laufzeit von 20 Jahren erzeugen sie gut 40- bis 70-mal so viel Energie, wie für ihre Herstellung, Nutzung und Entsorgung eingesetzt wird. Damit sind sie ein wichtiger Baustein zum Klimaschutz und bei der Dekarbonisierung der Wirtschaft.

Hervorragende CO2-Bilanz

Auch an Forststandorten ist die CO2-Bilanz von Windrädern mehr als positiv. Mit etwa 0,5 Hektar dauerhaft beanspruchter Fläche benötigen sie nicht nur sehr wenig Platz, eine moderne Windenergie-Anlage spart auch mehr als 700-mal so viel CO2 ein, als der Wald auf der gleichen Fläche binden kann. Die in Anspruch genommene Fläche wird zudem an anderer Stelle kompensiert.

Geregelter Rückbau

Der spätere Rückbau der Anlagen ist bereits in der Genehmigung geregelt. Dazu wird eine behördlich festgesetzte Rückbausumme hinterlegt. Das garantiert den Rückbau auch im Falle einer Betreiberinsolvenz. Zudem lassen sich Windenergie-Anlagen nahezu komplett recyclen. Stahl, Beton und Metalle werden den etablierten Recycling-Kreisläufen zugeführt. Die Verbundstoffe der Rotorblätter dienen unter anderem der Zementindustrie als Zuschlagsstoff.

Zeitplan

Die wichtigsten Meilensteine

Herbst
2016
Ausweisung Flächennutzungsplan

Am 1. September wurde der Sachliche Teilflächennutzungsplan zur Ausweisung von Konzentrationsflächen für Windenergieanlagen des Flächennutzungsplans der Stadt Bad Dürrheim und des Gemeindeverwaltungsverbandes Immendingen - Geisingen rechtswirksam.

Spätherbst
2016
Beginn der Projektentwicklung

JUWI und Kommunalpartner beginnen mit der Projektentwicklung am Standort.

Frühjahr
2018
Abschluss der Windmessung

12 Monate lang wurde der Wind gemäß geltender Richtlinie mit einem Lidar-Gerät gemessen, um die tatsächlich vor Ort vorherrschenden Windverhältnisse zu erfassen. Die Daten dienen der Erstellung der Ertragsprognosen, die als Grundlage für die spätere Fremdkapitalfinanzierung des Windparks bilden.

Frühjahr
2019
Start des Genehmigungsverfahrens

Nachdem alle Gutachten vorlagen, wurden die Antragsunterlagen vervollständigt und beim Landratsamt Tuttlingen eingereicht.

Spätherbst
2020
Offenlage und Genehmigungserteilung

Im Rahmen des Genehmigungsverfahrens wurden die eingereichten Unterlagen per Offenlage den Bürgerinnen und Bürgern zugänglich gemacht und die Genehmigung offiziell ausgestellt. 

Herbst
2021
Teilnahme an der EEG Ausschreibung

Zur wettbewerblichen Ermittlung des Einspeisetarifs schreibt die Bundesnetzagentur mehrmals im Jahr bestimmte Zubaumengen aus, auf die sich Vorhabenträger mit ihren bereits genehmigten Projekten bewerben können.

Winter
2022
Bauvorbereitende Maßnahmen

Aus naturschutzrechtlichen Gründen dürfen bestimmte Tätigkeiten, wie zum Beispiel Baumfällarbeiten, ausschließlich in den Wintermonaten außerhalb der Setz- und Legeperiode durchgeführt werden.

Winter
2022
Genehmigung wird rechtskräftig

Nach einem Klageverfahren gegen die Genehmigungsausstellung wird die Richtigleit der Ausstellung gerichtlich festgestellt.

Sommer
2022
Zuwegung

Damit der Großkran sowie die Komponenten die Baustelle erreichen können, müssen die Wege entsprechend ertüchtigt werden. Um die Eingriffe so gering wie nötig zu halten, wird wo immer möglich auf das bestehende Waldwegenetz zurückgegriffen.

Herbst
2022
Externe Verkabelung

Damit der Strom des Windparks nach Bau und Inbetriebnahme abtransportiert werden kann, werden die Windenergie-Anlagen untereinander verkabelt und dann das Anschlusskabel zum nächtsgelegenen Einspeisepunkt verlegt. Das geschieht in der Regel mit einem Kabelpflug entlang der Wegstrecke. Wo dies nicht möglich ist oder bestehende Infrastruktur gequert werden muss, kommen so genannte Spülbohrungen zum Einsatz.

Herbst
2022
Fundamentbau

Zunächst steht der Bau der Fundamente ab. Diese sind in der Regel etwa 20 Meter im Durchmesser und bis 3,5 Meter tief und bestehen aus einem Ankerkorb aus Stahl, der dann mit Beton aufgefüllt wird.

Frühling
2023
Anlieferung der Großkomponenten
Frühling
2023
Turmbau

Sind die Fundamente ausgehärtet folgt der Turmbau. Die Türme bestehen entweder ganzheitlich aus mehreren Stahlsegementen oder aus einem Stahlbetontum, auf den ab etwa 80 Meter Höhe die Stahlschübe gesetzt werden. 

Frühsommer
2023
Zug der Großkomponenten

Steht der Turm, folgt der Zug von Maschinenhaus, Rotornabe und den Rotorblättern. 

Sommer
2023
Inbetriebnahme

Nach Abschluss aller Bauarbeiten gingen die Anlagen im Juli 2023 in Betrieb.

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Herbst 2016
Ausweisung Flächennutzungsplan
Spätherbst 2016
Beginn der Projektentwicklung
Frühjahr 2018
Abschluss der Windmessung
Frühjahr 2019
Start des Genehmigungsverfahrens
Spätherbst 2020
Offenlage und Genehmigungserteilung
Herbst 2021
Teilnahme an der EEG Ausschreibung
Winter 2022
Bauvorbereitende Maßnahmen
Winter 2022
Genehmigung wird rechtskräftig
Sommer 2022
Zuwegung
Herbst 2022
Externe Verkabelung
Herbst 2022
Fundamentbau
Frühling 2023
Anlieferung der Großkomponenten
Frühling 2023
Turmbau
Frühsommer 2023
Zug der Großkomponenten
Sommer 2023
Inbetriebnahme
Wer wir sind

Über JUWI

Wir sind einer der führenden Spezialisten im Bereich der erneuerbaren Energien und bieten die komplette Projektentwicklung sowie weitere Dienstleistungen rund um den Bau und die Betriebsführung von Windparks und Solaranlagen an. Seit mehr als 30 Jahren planen und errichten wir Wind- und Solarparks im In- und Ausland. Weltweit beschäftigt JUWI rund 1.350 Mitarbeitende. Seit 2014 ist die Mannheimer MVV Energie AG Mehrheitseigentümer der JUWI-Gruppe. Bislang haben wir an rund 200 Standorten mehr als 1.250 Windenergie-Anlagen errichtet und mehr als 2.000 PV-Anlagen mit einer Gesamtleistung von rund 3.700 Megawatt.

Wer wir sind

Über KommunalPartner

Mit ihrer Gründung am 28. Februar 2005 traten die "KommunalPartner" erstmals öffentlich in Erscheinung. Gründer sind sechs kommunale Energieversorger aus Baden-Württemberg: Die Energieversorgung Filstal, die Stadtwerke Am See, Bietigheim-Bissingen, Mühlacker, Schwäbisch Hall und Tübingen. Im Rahmen von Minderheitsbeteiligungen bieten die KommunalPartner kleinen und mittelgroßen Versorgungsunternehmen Kapital und garantieren ihnen trotzdem ihre Eigenständigkeit. Der besondere Fokus liegt auf der gemeinsamen Gestaltung der Energiewende, insbesondere auf der Realisierung von Windkraftprojekten in Baden-Württemberg.

Antworten

Gut zu wissen

Wie lassen sich Windenergie und Naturschutz vereinbaren?

Zu jedem Genehmigungsverfahren gehören umfangreiche Artenschutzuntersuchungen und Umweltverträglichkeitsprüfungen. Dabei wird in Absprache mit den Naturschutzbehörden und des Bundesnaturschutzgesetzes untersucht, welche windkraftsensiblen Arten wie zum Beispiel Schwarz- oder Weißstorch, Rotmilan oder Mäusebussard in einem Gebiet von bis zu fünf Kilometer um den geplanten Windpark leben. Die Genehmigung einer Anlage hängt wesentlich vom Ergebnis dieser Untersuchungen ab. Die Behörde kann auch Auflagen verhängen und verlangen, dass die Anlage während hochfrequentierter Flugzeiten der Fledermäuse oder Brutzeiten und Aufzuchtzeiten von Greifvögeln abgeschaltet wird.

Für Eingriffe in die Natur und das Landschaftsbild erfolgen Ausgleichsmaßnahmen. So können zum Beispiel Aufforstungen und ökologischer Waldumbau, Schaffung von Nahrungshabitaten für geschützte Vögel, Brutkästen für Fledermäuse geschaffen werden.

Wie werden die Bürgerinnen und Bürger vor Ort beteiligt?

Im Rahmen des öffentlichen Genehmigungsverfahrens werden Bürgerinnen und Bürger beteiligt. Etwaige Anmerkungen werden in einem öffentlichen Erörterungstermin, den die zuständige Genehmigungsbehörde festsetzt, aufgegriffen und diskutiert. 

Finanziell werden die Bürgerinnen und Bürger indirekt über die Kommunalabgabe in Höhe von 0,2, Cent je produzierter Kilowattstunde und Betriebsjahr über die 20 Jahre währende EEG-Vergütungsdauer beteiligt. Diese geht an alle Gemeinden, die gemäß ihres Flächenanteils in einem 2,5 Kilometer Radius um die Anlagenstandpunkte liegen. Der Vorteil: Dieses Geld bleibt in den Kommunen und kann vor Ort investiert werden.

Wie groß ist der Flächenverbrauch eines Windrads

Eine Windenergieanlage (Beispiel: Vestas V162)  benötigt dauerhaft eine Fläche von ca. 0,5 Hektar. Das entspricht 85 Prozent der Fläche eines Fußballplatzes. Rund zwei Drittel der genutzten Fläche wird nach Ende der Bauarbeiten durch Pflanzung und Pflege wieder aufgeforstet. Die Fundamentfläche beträgt im Durchmesser rund 20 Meter, die Tiefe zwischen zwei und vier Metern.

Schon bei der Planung werden Kalamitäts- und Windwurfflächen sowie das bestehende Waldwegenetz berücksichtigt, um den Eingriff möglichst minimal zu halten. Gibt es Wege, müssen disese gegebenenfalls noch verbreitet und geschottert werden. Qualifizierte und mit der Naturschutzbehörde abgestimmte Ausgleichsmaßnahmen sorgen dafür, dass Flora und Fauna geschützt werden.

Welche ökologischen Ersatzmaßnahmen werden vor Ort umgesetzt?

Am Standort Junge Donau haben wir Ersatzlebensraum für die Haselmaus durch die Aufwertung umgebender Waldflächen geschaffen. Konkret heißt das, wir haben Fichtenbestände auf einer Fläche von 7,8 Hektar ausgedünnt und blüten- und beerenreiche Sträucher neu gesetzt. Für Fledermäuse haben wir zudem eine 4,9 Hektar große Fläche im Staatsforst westlich des Windparks aus der Bewirtschaftung genommen.

Ihre Ansprechpartner

Am Anfang steht das Gespräch. Wir freuen uns auf Sie!

Joey Yeoman

Projektleiter

Christian Hinsch

Leiter Unternehmenskommunikation/ Pressesprecher
Tel. +4967329657-1201
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