Einreichung der überarbeiteten Antragsunterlagen

Im ersten Halbjahr 2022 hat juwi aus genehmigungsrechtlichen und unternehmerischen Gründen beschlossen, den geplanten Windpark umzuplanen. Statt drei Windenergieanlagen vom Typ GE-5.5 158 mit einer Gesamthöhe von 244 m, sind nun drei Anlagen vom Typ Vestas am geringfügig modifizierten Standort vorgesehen. Es sind zwei kleinere Anlagen vom Typ V150-6.0 mit einer Gesamthöhe von 223 m und eine Anlage vom Typ V162 6.0 mit einer Gesamthöhe von 250 m vorgesehen.  

juwi plant den überarbeiteten Genehmigungsantrag im Sommer 2022 beim Landratsamt des Erzgebirgskreises einzureichen. juwi wird bei einem öffentlichen Verfahren nach § 10 BImSchG verbleiben und erhält den Antrag auf Durchführung einer freiwilligen Umweltverträglichkeitsprüfung nach § 7 (3) UVPG aufrecht. Auf diese Weise stellt juwi eine möglichst breite Öffentlichkeitsbeteiligung sicher. Im weiteren Verfahren werden die Genehmigungsunterlagen ausgelegt. Die Genehmigungsbehörde entscheidet, ob die etwaigen Einwendungen einem öffentlichen Erörtungstermin besprochen werden.

FAQ zur virtuellen Bürgerinformationsveranstaltung

Unsere Antworten auf Ihre gestellten Fragen finden Sie hier.

 

Das Vorhaben

Juwi plant den Bau von drei Windenergieanlagen vom des Herstellers Vestas südlich der Gemeinde Drebach im Erzgebirgskreis. Es ist ein Mischdesign von zwei Anlagen vom Typ V150 6.0 sowie einer Anlage vom Typ V162 6.0 vorgesehen. Die Nennleistung der Anlagen beträgt von jeweils 6,0 MW und der Rotordurchmesser 150m bzw. 162m. Die Turmhöhe beträgt bei den beiden kleineren Anlagen 148 m und bei der größeren Anlage 169 m. Die Gesamthöhe, inklusive Rotorblatt, beträgt 223 m bzw. 250 m. Für die drei Windenergieanlagen ist ein Gesamtertrag von 42.100.000 kWh pro Jahr prognostiziert. Auf diese Weise wird für etwa 13.000 Haushalte Strom erzeugt und pro Jahr eine Summe von rund 28.500 t CO2 eingespart.

Der Standort

Die geplanten Anlagen befinden sich etwa 1.100 m südlich der Ortslage Drebach, etwa 1.100 m östlich von Ehrenfriedersdorf und etwa 1.800 m nordwestlich von Falkenbach. Damit wird der gesetzliche  Mindestabstand von 1.000m zur geschlossenen Wohnbebauung eingehalten. Die Zufahrt zu den Anlagen soll, von Ehrenfriedersdorf über die S229 kommend, über den Linden- und Galgenbüschelweg, erfolgen. 
Bei der Anlagenauswahl und der Standortsbestimmung spielten verschiedene Faktoren eine Rolle. Die wichtigsten sind:

  •  Mindestabstand von 1.000 Metern zur Wohnbebauung (über fünf Wohnhäuser)
  • Vorkommen windkraftsensibler Tierarten (u.a. Rot- und Schwarzmilan, Fledermäuse)
  • Prognostizierter Windertrag

Das Genehmigungsverfahren

Die Genehmigung für den Bau und Betrieb der Anlagen wird auf der Rechtsgrundlage des §35 Baugesetzbuch beantragt und in einem umfassenden und öffentlichen Verfahren nach Bundesimmissionsschutzgesetz durch den Erzgebirgskreis geprüft. Diese Prüfung findet auf Grundlage einer umfassenden Umweltverträglichkeitsprüfung statt und umfasst u.a. das Einhalten der gesetzlichen Grenzwerte für Schall- und Schattenimmissionen und die Prüfung der Auswirkungen auf die Tier- und Vogelwelt sowie auf das Landschaftsbild. Darüber hinaus umfassen die Genehmigungsunterlagen auch einen Befreiungsantrag für das Landschaftsschutzgebiet „Oberer Zschopautal mit Preßnitztal“. 

 

 

Die Wertschöpfung

Im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung strebt juwi eine direkte finanzielle Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger Drebachs an dem geplanten Windpark an. Die konkrete Ausgestaltung wird noch Gegenstand weiterer Gespräche sein. Darüber hinaus wird eine lokale Wertschöpfung auch durch Pachten, Gewerbesteuer, den Abschluss von Gestattungsverträgen für die Kabeltrasse und für ökologischen Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen generiert. Die Kosten für die Herstellung und Pflege der Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen übernimmt dabei der Betreiber des Windparks.

Auch für die Gemeinde Drebach ist seit der Änderung des Erneuerbaren Energiegesetzes (EEG) von 2021 eine direkte finanzielle Beteiligung möglich. Die Standortgemeinden in einem Umkreis von 2,5 Kilometern zu neuen Windparks erhalten je nach Flächenanteil und Jahresertrag des Windparks eine Zahlung. Aktuelle Ertragsprognosen stellen eine jährliche Kommunalabgabe in Höhe von ca. 40.000 EUR allein für die Gemeinde Drebach in Aussicht.

Daten und Fakten

3

Windenergie-Anlagen

18

Megawatt

Megawatt

Zusammen erzielen die drei Windräder eine Leistung von 18 MW.

13.000

Haushalte

Haushalte

Die 3 Windräder produzieren jährlich sauberen Strom für ca. 13.000 Haushalte.

28.500

CO2-Einsparung (t)

CO2-Einsparung (t)

Mehr als 28.500 Tonnen CO2- Emissionen vermeiden die unter Be­rück­sich­tigung der Vor­ketten - durch Wind­energie ver­mieden werden.

Das Landschaftsbild

Windparks verändern das Landschaftsbild. Mit Hilfe dieser Visualisierungen können Sie sich selbst ein Bild machen.

In enger Abstimmung mit der unteren Naturschutzbehörde des Erzgebirgskreis wurden Standorte für die Visualisierung festgelegt. Neben den üblichen Standorten an den Ortsaußengrenzen wurden auch wichtige landschaftliche Blickbeziehungen aufgegriffen. Dabei geht es nicht darum möglichst schöne Blickbeziehungen zum Windpark herzustellen, sondern die Realität z. B. auch in Verbindung mit vorhandenen Hochspannungsleitungen abzubilden.
Durch das ziehen des Zeigers nach rechts können Sie sich ein Vorher-Nachher-Bild machen.

Die Projekthistorie

Hier finden Sie die wichtigsten Meilensteine des Projektes

Q4 2014

Beginn der Planungen, erste Gespräche zu Kooperationsmöglichkeiten

Q4 2015

Unterbrechung der Planung aus bauplanerischen Gründen

Q2 2020

Wiederaufnahme der Planung

Die Antragseinreichung erfolgte am 30.09.2021

Q3 2021

Einreichung des Genehmigungsantrags

Die zuständige Genehmigungsbehörde prüft die eingereichten Unterlagen.

Q3 2021 bis Q2 2023

Genehmigungs-verfahren nach BImschG

Der öffentliche Erörterungstermin wird von der zuständigen Genehmigungsbehörde festgesetzt und kommuniziert.

 

Q2 2023

Öffentlicher Erörterungs-termin

Wege werden ausgebaut, Kabel verlegt, das Fundament gegossen, die Anlagenelemente angeliefert, Turm, Gondel und Rotorblätter montiert.

Q2 2023

Voraussichtlich Erhalt der Genehmigung zum Bau und Betrieb für 3 WEA

Voraussichtlicher Baustart

Q1 2024

Inbetriebnahme der letzten WEA

Q1 2025

Gute Gründe für die Windenergie

Es gibt viele gute Gründe für den Ausbau der Windenergie. Sie ist die wichtigste Energiequelle im deutschen Strommix und gemeinsam mit der Photovoltaik die kostengünstigste Form der Stromgewinnung. Sie ist aktiver Klima- und Artenschutz und wichtigstes Instrument auf dem Weg hin zur Klimaneutralität des Wirtschaftsstandorts Deutschland. Für die Standortkommunen generiert sie verlässliche Einnahmen für ihre Bürgerinnen und Bürger, für Waldbesitzer planbare Pachteinnahmen für den anstehenden Waldumbau. 

Allgemeine Informationen zur Windenergie und zur Stromerzegung aus regnerativen Energien haben wir hier für Sie zusammengestellt:

Weitere Antworten auf Fragen zur Windenergie haben wir weiter unten für Sie zusammengestellt.

Häufige Fragen zur Windenergie

Finden Sie hier verlinkt

Wer wir sind

Als einer der führenden Spezialisten im Bereich der erneuerbaren Energien bietet juwi die komplette Projektentwicklung sowie weitere Dienstleistungen rund um den Bau und die Betriebsführung von Windparks und Solaranlagen an. Gegründet wurde juwi 1996 in Rheinland-Pfalz und hat heute seinen Firmensitz in Wörrstadt bei Mainz. juwi ist in vielen Bundesländern mit Projekten und Niederlassungen präsent und beschäftigt weltweit merh als 1.000 Mitarbeiter. Bislang hat juwi an rund 180 Standorten mehr als 1.000 Windenergie-Anlagen realisiert. Seit 2014 ist die Mannheimer MVV Energie AG Mehrheitseigentümer der juwi-Gruppe.

Weitere Informationen: www.juwi.de

 

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